From Wrongful Life to Wrongful Identity: A (Controversial) Solution of a Hard Case

Research output: Contribution to journalArticle

Abstract

[Der Gen-Ethik liegt ein eher philosophisches Problem zugrunde, das die Frage nach der personellen Identität betrifft: Inwieweit wird die Identität eines menschlichen Individuums von genetischen Faktoren konstituiert und welches sind die ethischen Implikationen bei einer Manipulation der Identität von zukünftigen Personen? Das Hauptargument dieses Beitrages besteht darin, daß sowohl die Feststellung als auch der Wert der personellen Identität von zwei unterschiedlichen Perspektiven aus beurteilt werden kann, was unterschiedliche Resultate hervorbringt. Diese unterschiedlichen Perspektiven sind die der Dritten Person und die der Ersten Person. Der Blickwinkel der Ersten Person ist insbesondere relevant für die Zuschreibung von Rechten für zukünftige Personen, d. h. das Recht auf eine spezifische genetische Ausstattung. Die Analyse der Rechte von möglichen Individuen führt auf logische Paradoxien, die Zweifel daran aufkommen lassen, ob die Rede von Rechten im Kontext der Genetik noch kohärent durchgehalten werden kann. Am besten läßt sich dieses Problem verdeutlichen, wenn man es mit juristischen Fällen des „wrongful life“ vergleicht, in denen Individuen Schadensersatz dafür einklagen, daß sie behindert bzw. mit einem „Defekt“ geboren wurden. Der Beitrag kommt zu dem Schluß, daß es, so wenig wie es ein Recht darauf gibt, nicht geboren zu werden, ein Recht geben kann, mit einer bestimmten genetischen Identität geboren zu werden (noch ein Recht darauf, mit einer anderen Art von Identität geboren zu werden).]
Original languageAmerican English
Pages (from-to)173-179
Number of pages7
JournalJahrbuch für Recht und Ethik / Annual Review of Law and Ethics
Volume9
StatePublished - 2001

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